Friedeburger SPD holt Jüngere in den Rat

Vorstand der Jusos Wittmund
 
 

Auf einer gut besuchten Mitgliederversammlung verabschiedete der SPD-Ortsverein Friedeburg die Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl. Insgesamt 22 Kandidatinnen und Kandidaten werden am 11. September für die Sozialdemokraten antreten. Der zuvor vom Vorstand vorbereitete Listenvorschlag wurde ohne Änderungen und mit großer Mehrheit von den Mitgliedern beschlossen.

 

Der SPD-Fraktionsvorsitzende, Hans-Hermann Lohfeld, zeigte sich erfreut über das weitgehend einstimmige Ergebnis: „Die Vorbereitung der Listen stellt eine Partei immer wieder vor die Herausforderung, allen Kandidaten gerecht zu werden. Umso erfreulicher ist es, dass wir heute so geschlossen diese Liste verabschieden konnten.“ Neben erfahrenen Kandidaten habe man sich vor allem um junge, zukunftsorientierte Frauen und Männer bemüht, erklärte Lohfeld in einer Pressemitteilung. „Es ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr, zu den Wahlen auch die entsprechenden Kandidatinnen und Kandidaten zu finden“, mahnte der Fraktionsvorsitzende, der im September zum dritten Mal für den Gemeinderat kandidieren und die Liste erneut anführen wird. Dennoch habe man viele neue Gesichter dabei: „Der Altersdurchschnitt unserer Kandidaten liegt bei 48 Jahren – darauf können wir stolz sein“, so Lohfeld weiter.  

Der Kreisverbandsvorsitzende der Jusos, Kai-Uwe Lassowski, lobte insbesondere die Bemühungen, bei der Wahl verstärkt auf jüngere Kandidaten setzen zu wollen: „Politik wird für die Zukunft gemacht. Wir sollten junge Menschen daher stärker an politischen Entscheidungen beteiligen. Ich freue mich, dass der Ortsverein dieses Vorhaben unterstützt und aktiv nach jungen Kandidaten Ausschau gehalten hat.“ Lassowski bedankte sich für das Vertrauen, das man den Jusos in allen Gesprächen entgegengebracht habe: „Mit Hannes Becker steht unser jüngster Kandidat auf Platz 5 der Liste, das ist nicht selbstverständlich.“ Der Juso-Vorsitzende hatte zuvor in allen SPD-Ortsvereinen dafür geworben, verstärkt jüngere Menschen an politischen Entscheidungen zu beteiligen.

Ziel der Jusos sei es, den Jüngeren in den Gemeinden auch in den Räten eine Stimme zu verleihen, erklärte Lassowski und warb gleichzeitig um das Vertrauen der Wähler: „Erfahrungsgemäß haben es jüngere Kandidaten etwas schwerer als die Etablierten. Das zeigt vor allem der Altersdurchschnitt der Räte, der meist weit über 50 liegt“, so der 28-Jährige, der im September auch auf der Kreistagsliste der SPD antreten wird. „Daher ist es wichtig, dass wir auch junge Menschen zur Wahl bewegen, um ihrem politischen Willen Ausdruck zu verleihen und in den Räten vertreten zu werden. Die Wahlbeteiligung ist entscheidend“, appellierte Lassowski.

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung sprachen sich die Sozialdemokraten einstimmig dafür aus, ihren Landratskandidaten Holger Heymann bei der Landratswahl zu unterstützen.